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Teilprojekt 6: Energieversorgung

Ausgangssituation und Zielsetzung

Der Strommarkt befindet sich aufgrund des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien im Wandel. Diese Veränderungen führen zu Herausforderungen insbesondere im Hinblick auf Netzstabilität und Energiekosten. Die gewünschte vorrangige Nutzung der stark fluktuierenden Stromeinspeisung regenerativer Erzeugungsanlagen wird nicht mehr ohne Weiteres mit den heute üblichen technischen und marktwirtschaftlichen Methoden möglich sein. Um Stromangebot und -nachfrage auch bei sehr hohen Anteilen erneuerbarer Energien noch in Einklang bringen zu können, werden Integrationsmaßnahmen wie Netzausbau und Energiespeicher diskutiert. Eine weitere Möglichkeit bietet die flexible Anpassung der Stromnachfrage an das aktuelle Energieangebot. Insbesondere die Integration produzierender Unternehmen als flexible Teilnehmer am Strommarkt bietet große Potenziale. Ziel diese Teilprojektes ist es, die Flexibilisierung des Energiebedarfs einer Fabrik in Konkurrenzsituation zur großtechnischen Energiepseicherung näher zu untersuchen. Darüber hinaus wird die Gestaltung eines ordnungspolitischen Umfelds, das die Integration energieflexibler Fabriken in den Strommarkt ermöglicht, erforscht.

Vorgehensweise

Im ersten Projektschritt wird zunächst modellgestützt mit Hilfe von Zeitreihen der grundsätzliche Flexibilisierungsbedarf für die Integration überschüssiger Strom- erzeugung aus erneuerbaren Energien ins Stromsystem ermittelt.
Im zweiten Schritt des Teilprojekts erfolgt die Bestimmung des verfügbaren technischen Potenzials verschiedener Flexibilisierungsmaßnahmen in industriellen Unternehmen. In diesem Zusammenhang müssen die Eignung verschiedener Prozesse für die unterschiedlichen Zeitbereiche der Lastflexibilisierung abgeleitet und die Konkurrenzsituation zur großtechnischen Energiespeicherung näher untersucht werden.
Der dritte Schritt ist der Entwurf eines ordnungspolitischen Umfelds, damit Produkte auf dem Strommarkt entstehen können, die für die Unternehmen Anreize zur Flexibilisierung der Nachfrage schaffen. Die wesentliche Frage dabei ist, wie diese Produkte ausgestaltet werden müssen und auf welchen Märkten sie gehandelt werden sollen. Mit einem Multi-Agenten-Modell wird eine Simulationsumgebung geschaffen, die die neuen Marktbedingungen und -produkte einem ersten virtuellen Test unterziehen kann.
Im letzten Schritt werden die notwendigen Schnittstellen und Datenstrukturen definiert und die technische Integration flexibel produzierender Unternehmen in das Stromsystem vorbereitet.

Ansprechpartner

Rita Dornmair

Dipl.-Ing.
Rita Dornmair

Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (lfE)
Technische Universität München
Arcisstraße 21
80333 München

Tel.: +49 (0)89 289-28308
Fax: +49 (0)89 289-28313
rita.dornmair(at)tum.de
www.ewk.ei.tum.de